GaLa-Q: systematische Weiterbildung im GaLaBau

Bis September 2019 Konzepte für eine systematische Weiterbildung im Garten- und Landschaftsbau entwickeln: Dieses Ziel hat sich die im vergangenen Sommer gestartete Sozialpartnerschaftliche Qualifizierungsinitiative Garten- und Landschaftsbau – kurz GaLa-Q – auf die Fahnen geschrieben. Zeit, für eine erste Zwischenbilanz.

Das Projekt GaLa-Q will unter anderem lebenslanges Lernen fördern. Foto: Pixabay

Bislang gab es für GaLaBau-Mitarbeiter keine systematischen Weiterbildungsmaßnahmen. Deshalb hatte der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) im August 2017 bei interessierten Betrieben für die Sozialpartnerschaftliche Qualifizierungsinitiative Garten- und Landschaftsbau geworben.

ESF-gefördertes Projekt zur systematischen Weiterbildung

Das Projekt GaLa-Q wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Projektpartner sind der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), das Internationale Institut für Empirische Sozialökonomie (INIFES) und das Institut für Arbeitsfähigkeit (IAF).

Die Ziele von GaLa-Q sind:

  • Entwicklung attraktiver Weiterbildungsstrukturen, um den zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern
  • Weiterbildungsbereitschaft in den Betrieben erhöhen
  • lebenslanges Lernen fördern

Garten- und Landschaftsbau-Betriebe waren aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen.

GaLa-Q: Halbzeit-Bilanz des BGL

Nach einem Jahr, sozusagen zur Halbzeit, zieht der BGL ein vorläufiges Fazit und ist zufrieden mit der Resonanz auf die Initiative. „Die Zwischenbilanz von uns und den Partnern des Projekts GaLa-Q fällt sehr positiv aus“, sagt Andreas Stump, BGL-Referent für Öffentlichkeitsarbeit.

Insgesamt hätten 76 Betriebe ihre Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung am Projekt signalisiert und teilweise auch schon an Veranstaltungen teilgenommen. So hätten beispielsweise am 13. September 2017 allein 29 von diesen Betrieben mit 37 Teilnehmenden an der Auftaktveranstaltung mitgewirkt. Daraus hätten sich drei Arbeitsgruppen zu den Themen Baustellenleitung, Bautechnik und Vegetationsflächenpflege gebildet.

Künftige Termine zur Weiterbildung

Zu den Themen Arbeitsfähigkeit und Gesundheit werde aktuell der erste Baustein „Gesundheit mit System – Das Betriebliche Gesundheitsmanagement“ kostenlos angeboten. Termine zum zweiten Baustein „Alter(n)sgerechtes und gesundes Führen im GaLaBau“ würden in Kürze bekannt gegeben. Die Termine für die Bereiche Baustellenleitung, Bautechnik und Vegetationsflächenpflege stehen ab April 2018 fest und können dann gebucht werden.

GaLaBau-Unternehmen wenden sich bei Interesse an den BGL: Marian Grabowski, Tel.: 0?22?24–77?07?34, m.grabowski(at)galabau.de.

GaLaBau:Deutliches Plus – Tarifvertrag steht

Zusätzliche Ost-West-Angleichung – Azubi-Vergütungen werden überproportional erhöht

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Garten- und Landschaftsbau sind erfolgreich abgeschlossen. In der zweiten Verhandlung einigten sich IG BAU und Arbeitgeber auf Lohn- und Gehaltserhöhungen von 3,2 Prozent und 2,4 Prozent. Außerdem wurde eine zusätzliche Angleichung der Entgelte Ost an die in West vereinbart und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Die Eckpunkte des Ergebnisses im Detail:

Die Eckpunkte sind:

1. Erhöhung der Löhne und Gehälter zum 1. Oktober 2011 um 3,2 Prozent sowie zum 1. November 2012 um weitere 2,4 Prozent.

Der Ecklohn West steigt von 12,92 € um 0,41 € auf 13,33 € und dann noch einmal um 0,32 € auf 13,65 €.

Zum 1. November 2012 werden die Entgelte Ost zusätzlich um 0,5 Prozentpunkte an die in West angeglichen. Die Ost-West-Relation beträgt dann 95 Prozent.

Der Ecklohn Ost steigt von 12,21 € um 0,39 € auf 12,60 € und dann noch einmal (einschl. Angleichungsschritt) um 0,37 € auf 12,97 €.

2. Die Lohngruppe 7.6 wird für die Laufzeit der Tarifverträge erhöht und auf folgende Werte festgelegt: 8,70 € in West, 8,45 € in Berlin-West, 8,20 € in Ost.

3. Die Ausbildungsvergütungen werden überproportional erhöht und steigen ab
1. Oktober 2011 um 4 Prozent und ab 1. November 2012 noch einmal um 2,4 Prozent.

Für die Ausbildungsvergütungen in West-Berlin gelten dann jeweils die Beträge wie in West.

4. Die Laufzeit der Entgelttarifverträge ist vom 1. September 2011 bis 31. Oktober 2013 festgelegt.

5. Es wird eine Arbeitsgruppe/Technische Kommission zur Prüfung bzw. Überarbeitung der Lohnstrukturen/Lohnrelationen im GaLaBau eingesetzt. Das erste Treffen der Arbeitsgruppe findet Ende Oktober 2011 statt. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe liegen einschließlich interner Beratungen bis 31.12.2012 vor.

6. Es wird eine weitere Arbeitsgruppe zum Thema Altersvorsorge im GaLaBau eingesetzt, die Möglichkeiten einer verbesserten Absicherung im Alter sowie ggf. Mög-lichkeiten des verbesserten Berufsausstiegs erörtert und den Tarifkommissionen der IG BAU und des BGL entsprechende Vorschläge ausarbeiten soll.

7. Es wurde keine Erklärungsfrist vereinbart. Das Ergebnis gilt ab sofort.

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